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Onlineseminare
Auf
dieser Seite finden Sie Arbeiten, die von Studenten der Rechtswissenschaft
und Sportökonomie verfaßt wurden.
Wir wollen diesen hiermit ein Forum zur Veröffentlichung bieten,
ohne damit jedoch eine Gewähr für die "inhaltliche
Richtigkeit" der Texte zu übernehmen. Diese stellen die
Auffassung des jeweiligen Autors dar, und dürfen damit auch nur
unter Beachtung der Urheberrechte der Autoren verwendet werden
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Seminarbeiten
von Jurastudenten
Spätestens
seit dem Börsengang des Bundesligisten Borussia Dortmund dürfte
dem Interessierten aufgefallen sein, daß die seit Jahren heiß
diskutierte Frage der Ausgliederung einer Linzenzspielerabteilung
auf eine Kapitalgesellschaft ( um so die Eigenschaft als e.V. trotz
Millionenumsätzen zu erhalten) nicht nur durch die Rechtsformen
der GmbH oder AG, sondern auch durch die relativ unbekannte KGaA umgesetzt
werden kann. Mit den Vor- und Nachteilen dieser Rechtsformen und konkreten
Folgerungen für die Ausgliederung befaßt sich die Arbeit
von Herrn Latta. Sie finden hierzu neben einer Übersicht zur
Grundstruktur ein Thesenpapier mit der Zusammenfassung und die eigentliche
Arbeit.
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Der
Videobeweis (u.a. Abgrenzung Tatsachenentscheidung/Regelverstoß;
Pflicht zur Einführung des Videobeweises?) (Kathrin Lauterbach)
Wer
erinnert sich nicht an das sog. "Phantom-Tor" ? In der
Diskussion um die Nachprüfbarkeit von Tatsachenentscheidungen
geht es v.a. um die Abgrenzung von Tatsachenentscheidung und Regelverstoß
des Schiedsrichters. In der vorliegenden Arbeit von Frau Lauterbach
werden zunächst die beiden Begriffspaare dargestellt und anschließend
wird der Frage nachgegangen, ob der DFB den durch Fehlentscheidungen
des Schiedsrichters benachteiligten Vereinen auf Schadenesersatz
haftet, wenn er Hilfsmittel zur Unterstützung des Schiedsrichters
nicht zulässt. Abschließend werden mögliche Maßnahmen
erläutert, die zur Lösung der bestehenden Problematik
beitragen und Schieds- und Sportrichter im Prozeß der Entscheidungsfindung
unterstützen können.
Die
Arbeit von Herrn Ramming (Wiss. Assistent am Lehrstuhl Strafrecht
II von Prof. Dr. R. Schmitz) befasst sich mit dem leidigen Thema des
Dopings, welches (für Kenner der Materie an sich wenig überraschend)
auch im Profifußball immer mehr ans Licht der Öffentlichkeit tritt.
Herr Ramming beuleuchtet zunächst die verbandsrechtliche Seite und
hebt dort vor allem Bezüge zum Verfassungsrecht hervor, denn "...das
Selbstbestimmungsrecht der Sportverbände kollidiert mit den individuellen
Freiheitsrechten der Athleten...". Im Anschluss erfolgt eine Darstellung
der strafrechtlichen Probleme, wobei u.a. auf die Strafbakeit von
Händlern, Trainern und Ärzten nach § 6a Arzneimittelgesetz eingegangen
wird. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Frage der Strafbarkeit
als Betrug nach § 263 StGB, die besonders bei Mannschaftssportarten
noch nicht hinreichend geklärt ist. Die Arbeit wird abgerundet durch
einen kurzen Überblick über arbeitsrechtliche Folgen des Dopings.
Die Vertiefung der angeschnittenen Probleme wird durch eine Vielzahl
von weiterführenden Hinweisen ermöglicht.
Seminarbeiten
von Sportökonomiestudenten
Sportler
sind bei der Ausübung ihrer Sportart häufig Risiken ausgesetzt.
Sportlehrer/-trainer sind zwar grundsätzlich dazu verpflichtet,
ihren Aufsichts- und Sorgfaltspflichten nachzukommen. Kommt es aber
dennoch zu Unfällen, stellt sich die häufig die Frage, ob
die Aufsichtspflichten verletzt wurden oder ob der Unfall dem Sporttreibenden
selbst zuzurechnen ist. In der Arbeit von Frau Rapp wird anhand zweier
Urteile gezeigt, welchen Pflichten Sportlehrer/-trainer nachzukommen
haben, wann eine Ausichtspflichtverletzung vorliegt, und wer in einem
solchen Falle in welchem Umfang für den entstandenen Schaden zu
haften hat.
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Pistensicherungspflichten
im Skisport (Nicolet Eglseder)
Die
steigende Anzahl von Konflikten zwischen Skiliftbetreibern, Skifahrern
und Gemeinden erfordert eine immer genauere Rechtsordnung. So wurden
einerseits für Skifahrer die FIS-Regeln aufgestellt, die als
"Eigenregeln des Skilaufs" gelten und die allgemeinen Verhaltenspflichten
der Skiläufer konkretisieren. Andererseits treffen Liftbe-treiber
und Gemeinden haftungsrechtliche Pflichten, wie die Fürsorge-,
Garantie- und Verkehrssicherungspflichten. Frau Eglseder erläutert
anhand eines Urteils den rechtlichen Hintergrund der Verkehrssicherungspflichten
auf der Skipiste (= Pistensicherungspflichten).
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Veröffentlichung
eines Sportlerfotos ohne Einwilligung zu Werbezwecken (Andreas
Brehm)
Immer
mehr bekannte Sportler sind auf Werbeanzeigen zu sehen. Doch nicht
alle abgebildeten Sportler haben dafür ihre Einwilligung gegeben.
Liegt ein Fall der unerlaubten Bildveröffentlichung vor, wird
das allgemeine Per-sönlichkeitsrecht des Sportlers verletzt.
In der Arbeit von Herrn Brehm wird der Fall eines berühmten Fußballprofis
dargestellt, dessen Foto ohne seine Einwilligung zu Werbezwecken verwendet
wurde, mit einer kurzen Erläuterung des rechtlichen Rahmens sowie
der Rechtsanwendung durch das Gericht.
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Der
Fall Bosman (Vera Schmidt)
Bis
zum sog. Bosman-Urteil hatten Fußballvereine nach UEFA-Regeln
bei der Verpflichtung eines neuen Spielers an dessen bisherigen Verein
auch bei abgelaufenen Verträgen eine sog. Transferentschädigung
zu zahlern. Ende 1995 wälzte der Rechtssteit zwischen dem belgischen
Berufsfußballer Jean-Marc Bosman und seinem ehemaligen Arbeitgeber
sowie dem belgischen und europäischen Fußballverband das
bis dahin bestehende Transfersystem völlig um. Frau Schmidt erläutert
in ihrer Arbeit, wie es zu dem sog. Bosman-Urteil kam und auf welche
rechtlichen Grundlagen und Argumente sich die zuständigen Richter
stützten. Aufgrund der heftigen Reaktionen, die das Urteil ausgelöst
hatte, werden abschließend unterschiedliche Stellungnahmen zu
diesem Urteil aufgeführt.
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Verletzung
des allgemeinen Persönlichkeitsrechts (Monika Kries)
Durch
die zunehmende Kommerzialisierung im Sport gewinnt der Aspekt der
freien Selbstbestimmung und der Schutz des Menschen vor einer Herabwürdigung
zum bloßen Objekt des Einflusses und der Interessen eines Dritten
immer mehr an Bedeutung. Gerade durch die zunehmende Anzahl der Medien
kommt es heuzutage immer wieder zu beleidigender Kritik an Sportlern
und Trainern und somit zu einer Verletzung von Persönlichkeitsrechten.
In der Arbeit von Frau Kries werden zwei einschlägige Urteile
im Zusammenhang mit der Verletzung des Persönlichkeitsrechts
(Schmähkritik/Kritische Berichterstattung) besprochen.
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Vermarktung
von Fan-Artikeln (Christopher Bodensohn)
Der
Bereich des Merchandising ist für viele Vereine in den letzten
Jahren zu einem lukrativen Geschäft geworden. Dieser wirtschaftliche
Faktor ist aber auch mit dem ständig wachsenden Problem der unlizensierten
Fan-Artikel- Vermarktung verbunden. In seiner Arbeit beschreibt Herr
Bodensohn einen gerichtlichen Sachverhalt, erläutert den rechtlichen
Rahmen der Entscheidungen und stellt die Rechtsanwendung durch das
Gericht heraus
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Befristung
und Kündigung eines Sporttrainervertrages (Jörg Preis)
Heuzutage
üben Medien und Fans großen Einfluß auf die Vertragsdauer
der Sporttrainer aus. Aufgrund der Ent-wicklung, daß zunehmend
mehr Geld auf dem Spiel steht, rückt das Thema der Arbeits- und
Dienstverträge von Trainern verstärkt in den Mittelpunkt
des Interesses. Herr Preis behandelt in seiner Arbeit die Vertragsgestaltung
von Sporttrainerverträgen und beleuchtet insbesondere die Befristung
und Kündigung von Trainerverträgen.
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Kurzberichterstattung
über Sportereignisse (Thomas Assenbrunner)
Aufgrund
der immer größeren Bedeutung des Sports stieg auch der
Anteil von Sportsendungen am Sendegesamtvolumen. Ausgehend von diesem
Trend entwickelte sich in den letzten Jahren eine heftige juristische
Diskussion um die sog. Kurzberichterstattung über Sportereignisse.
In der Arbeit von Herrn Assenbrunner wird die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
zu dieser Thematik behandelt.
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